Türkei

Roadtrip durch die Türkei

Von Antalya über Pamukkale und Kappadokien bis nach Istanbul führte uns unsere Route einmal quer durchs Land. In nur acht Tagen erlebten wir Sonne, Berge, Meer, Geschichte und Großstadt – und waren beeindruckt, wie modern, gastfreundlich und vielfältig die Türkei ist. 

Tag 1 - Antalya

Mitten in der Nacht um eins landeten wir in Antalya, bei Avis lief alles reibungslos, und schon kurz darauf parkten wir vor dem Lilium Boutique Hotel Im modernen Boho-Stil, sauber, mit kleinem Innenhof-Pool und einem herzlichen Nacht-Check-in.  Auf dem Weg begrüßten uns schon die ersten Katzen – sie gehören in der Türkei einfach dazu.

Anatalya

Am nächsten Morgen spazierten wir gemütlich zum  nahen Strand, wo Einheimische badeten, Musik hörten und Çay tranken. Das Wasser war glasklar und erfrischend – der perfekte Start in die Reise. Anschließend schlenderten wir durch die Stadt, vorbei an kleinen Läden, Obstständen und engen Gassen, und landeten schließlich in der Altstadt von Antalya, wo wir richtig lecker gegessen haben. Für die Altstadt kann man ganz entspannt ein paar Stunden einplanen, viel länger braucht ihr hier nicht. Gegen Mittag packten wir unsere Sachen, holten uns noch einen Kaffee und starteten Richtung Pamukkale – drei Stunden Fahrt auf wunderbar ausgebauten Straßen.

Koutoubia Moschee / Bahia Palace / Friseurbesuch / Mittagessen

Hotelempfehlungen Antalya

Tag 2 - Pamukkale

Am späten Nachmittag tauchten die weißen Terrassen von Pamukkale am Horizont auf – ein fast unwirklicher Anblick. Wir übernachteten im Pamukkale Şahin Hotel, direkt am Nord-Eingang zu den Quellen. Ein super einfaches Hotel, aber die Lage ist einfach perfekt. Aus den Zimmern könnt ihr sogar die Terrassen sehen.

Am Abend spazierten wir durch den kleinen Ort und landeten im Osmanlı Restaurant und hatten dort einen richtig schönen Tagesausklang.

Am nächsten Morgen waren wir pünktlich um acht Uhr am Nord-Eingang – die Terrassen fast leer. Hier darf man in die warmen Becken steigen, die Aussicht ist spektakulär. 

Lasst euch nicht Stressen, die besten Fotospots sind wirklich die Becken direkt am Aufstieg vom Nordeingang. Wir fanden es hier am schönsten. Weiter oben wird es voller, dort treffen auch die Gruppen vom Süd-Eingang ein und ihr dürft hier die Terrassen oft nicht betreten.

Die antike Stadt Hierapolis und die Kleopatra-Therme lohnen sich bestimmt, aber wir haben sie einfach mal links liegen lassen.

Nach einem letzten Frühstück fuhren wir weiter – neun Stunden Richtung Göreme. Klingt lang, war aber abwechslungsreich: sanfte Hügel, moderne Straßen, gepflegte Dörfer und weite Felder. In Akşehir legten wir einen Zwischenstopp ein und aßen in einem kleinen Restaurant namens Nasreddin Hoca Alo Pabet – Cibratrns Etli Ekmek Salonu. Es gab Pide mit Käse, Butter und frischem Gemüse, dazu Ayran – einfach, günstig, richtig lecker.

Pamukkale

Hotelempfehlungen Pamukkale

Tag 3-6 - Kappadokien

Am Abend erreichten wir Göreme – und waren sofort hin und weg. Diese Landschaft aus Tuffstein, Felsen und Höhlen wirkt, als stamme sie aus einer anderen Welt. Wir checkten im Taşkonak Cave Hotel ein – tatsächlich ein echtes Höhlenhotel, gemütlich, ruhig und mit traumhafter Aussicht von der Dachterrasse.

Pasabag & Zelve Open Air Museum

Das Frühstück am nächsten Morgen war ein Gedicht: hausgemachte Marmeladen, Gözleme, Käse, Oliven, Obst, Eier. Beim Check-in hatten wir erfahren, dass die Ballons wegen Wind nicht starten durften – das passiert hier öfter, also besser mehrere Nächte einplanen.

👉 Ballonstatus prüfen

Also fuhren wir zum Zelve Open-Air Museum (Eintritt ca. 12 €). Hier sind auch Paşabağ und das Mönchstal enthalten – zwei beeindruckende Orte. Besonders Zelve hat uns mit stillen Tälern und verlassenen Höhlenwohnungen fasziniert. In Paşabağ gibt’s den berühmten Insta-Spot – schön, aber nur frühmorgens halbwegs leer.

 

 

Pigeon Valley & Hallach Monastery

Wer Zeit hat kann noch einen kleinen Spaziergang durchs Pigeon Valley machen – hübsch, aber kein Muss.

Später ging’s auf abenteuerlichen Wegen zum Hallac Monastery. Je nach Route wird’s holprig, also lieber ein Stück laufen. Für uns ein richtig cooler Reisemoment. Ein stiller, mystischer Ort mit alten Wandmalereien und man hat das Gefühl einen Ort zu entdecken an dem die Zeit stehen geblieben ist – eines unserer Highlights. Kein Eintritt, keine Touristenmassen und viele kleine Räume zum erkunden.

Uchisar Kalesi

Zum Sonnenuntergang fuhren wir nach Uçhisar – dieser Blick über die Täler und die große Felsenfesten im goldenen Licht sind atemberaubend. Ein gutes Restaurant zu finden war schwierig, also fuhren wir später wieder zurück nach Göreme für ein Abendessen im [Restaurantname folgt], Terrasse, Lichter, Ruhe.

Heißluftballons zum Sonnenaufgang

Endlich Starterlaubnis! Noch im Halbdunkel fuhren wir Richtung Love Valley. Unser Tipp: 45 Minuten vor Sonnenaufgang losfahren. Auf dem Weg haben wir einen total tollen Spot gefunden, an dem die ersten Ballons aufgebaut wurden. Nachdem die ersten Ballons abhoben sind wir ein Stück weiter zur Klippe des Love Valleys gefahren. Die könnt ihr kaum verfehlen, denn sie ist einer der beliebtesten Aussichtsspots für die Ballons. Und trotzdem kann man hier ganz in Ruhe die Ballons genießen.

Die Ballons schweben nicht über, sondern direkt ins Tal hinein – teilweise nur wenige Meter entfernt. Die Piloten manövrieren waghalsig zwischen den Felssäulen, bevor sie Richtung Red Valley gleiten. Das hätten wir uns stundenlang angucken können.

Mittags erkundeten wir das Love Valley zu Fuß, zwischen den bizarren Feenkaminen – beeindruckend und friedlich zugleich.

Abends Sonnenuntergang in Nevşehir, danach Dinner im Seten Restaurant: großartiges Essen, Drinks auf Sitzkissen, eine Katze, die sich zu uns legte – perfekt.

Hotelempfehlungen Kappadokien